Katzentheater #1 – Mauzi, wie alles begann…

Mal wieder ein alter Beitrag (erschienen am 11. Oktober 2o13), der aber weiterhin ein Platz auf meinem Blog verdient hat:

Die Geschichte von Mauzi

Meine Liebe zu Katzen begann bereits als ich noch sehr, sehr klein war. Die erste Katze, die zumindest in meinem Gedächtnis immer blieb, war Mauzi.
Mauzi war eine Glückskatze, die wohl wirklich viel Glück, aber auch Pech in ihrem Leben hatte. Mir wurde oft die Geschichte von der Katze erzählt und jetzt erzähle ich sie euch:

Herrchen und Frauchen von Mauzi machten Urlaub in Ringethal. Da durfte natürlich auch nicht ihre Katze fehlen. Doch bei der Rückreise, war ihre Katze nicht mehr dabei. Ob nun die Mietz einfach weggerannt war, oder ob sie tatsächlich die Katze aussetzen wollten, weiß ich nicht. Egal wie: Mietz war ab sofort allein!

Nun verfolgte sie erst einmal Pech: Die Mietz wurde von einem Auto angefahren. Ich weiß gar nicht genau wer die Katze damals aufgenommen hatte, ob es meine Tante war oder die alte Frau, Maria, die mit im Haus meiner Eltern gewohnt hatte. Zumindest wurde sie von einen von Beiden zum Tierarzt gebracht und wieder aufgepeppelt. Und da blieb sie auch. Offenbar suchte niemand die Mietze und wurde auf den Namen “Mauzi” getauft.

Ich habe sie aber auch gern “Schmier-Liesl” genannt, da sie es liebte den ganzen Tag zu schmusen und mit ihrem Kopf an das Kinn des Schmusers zu “schmieren”. Sie freute sich immer wieder wenn sie hochgehoben wurde und gestreichelt wurde. Für sie gab es nichts besseres!

Nun hatte die Katze wieder Glück! Sie wurde aufgenommen und hatte ein kleines Mädchen (mich) zum spielen und schmusen. Auch die Nachbarn waren total begeistert von Mauzi, selbst wenn sie sabberte. Das lag aber an ihren Autounfall. Ihre Nase und der Kiefer waren leicht schief, aber das hielt die kleine Kämpferin nicht auf!

Einmal bin ich von einer Kletterstange gefallen und hatte mir mein Kinn aufgeschlagen. Es war natürlich die Schmuse-Seite von der Mietz gewesen. Mann, tat das immer wieder weh! Ich wollte sie umgewöhnen, dass sie auch mal mit der anderen Seite schmuste. Das klappte dann auch… nach dem alles verheilt war ;)

In Laufe der Zeit hatte Mauzi einige Kinder. Darunter waren zwei, die mir auch ans Herz gewachsen waren, der Kater besonders. Die eine, ich habe leider ihren Namen vergessen, wurde schon sehr zeitig von einem Auto erfasst. Sie hatte gekämpft, aber leider musste sie eingeschläfert werden und der Kater, Moritz, war meine erste große Liebe =)

Moritz begleitete mich wirklich sehr viele Jahre, aber darüber ein anderes mal mehr!

Zurück zu Mauzi: Als Maria gestorben war, kümmerte sich anfangs mein Onkel noch um die Katzen, aber eigentlich wollten unsere Nachbarn schon immer Mauzi haben. Nun war doch der beste Moment, oder? Denkt man – leider haben sie sich kein Stück um die Katze gekümmert. Eines Tages hatte ich Mauzi ein letztes Mal gesehen, komplett verwahrlost. Mein Herz zerbrach bei dem Anblick! Wie kann man diese alte Dame nur so vernachlässigen? Ich habe ein letztes Mal einen Nachmittag mit ihr verbracht, bevor sie wieder loszog.

Tagebuch eines Traumgängers (2)

Teil: [1] [2]

– Notizbuch –

Erster Eintrag

Gestern, der 27. August 2010, fing wir ein schlechter Scherz an. So ein schlechter Scherz, dass ich das Gefühl habe, dass mein ganzes Leben aus den Rudern läuft und ich hiermit anfange ein Notizbuch zu führen. Aufgrund meines furchtbaren Gefühls in der Magengebend, habe ich noch am späten Abend entschlossen, mir ein kleines schwarzes unauffälliges Buch zu kaufen. Viele Menschen, würden es als Tagebuch bezeichnen, aber in einem Tagebuch sollte man fast täglich schreiben, doch ich werde nur die wichtigsten Fakten niederschreiben.

Es gab eine riesige Auswahl an diesen Büchlein. Wozu braucht man so eine gigantische Auswahl? Wollte jeder seine Individualität mit einem Notizbuch aufpeppen?

Doch zurück zum eigentlichen Thema: Ich hörte am Morgen eine wohlbekannte dunkle Stimme aus meiner Vergangenheit und hätte mich am liebsten übergeben.
Coleman. Nathan Coleman, mein bester Freund und schlimmster Feind in einer Person.
„Bitte komm nach Liberty“, erklang seine Stimme und ich wusste nicht mehr wie ich mich fühlen sollte. Einerseits wollte ich diesen Mann nie mehr in meinem Leben hören, geschweige denn sehen, doch andererseits kam eine Bitte über seine Lippen. Nathan Coleman spricht mir gegenüber eine Bitte aus… Ich sagte ohne groß nachzudenken „Ja, mach ich“, obwohl ich in meinem Kopf ohne Unterlass „NEIN!“ schrie.

Leider stehe ich zu dem was ich sage und somit dauerte es nur noch wenige Stunden bis ich in einem Flieger nach Liberty Islands saß.

Noch bevor ich meine Wohnung verließ, schickte mir Nathan per Mail einige wichtige Daten die ich wissen musste. Nebenbei recherchierte ich selbst noch etwas im Internet.
Peter Jenks, Dark Soul, DaSo Corp., die Bandenkriege und einiges mehr fand ich und lernte es in kürzester Zeit auswendig. Im Flugzeug konnte ich mich nicht weiter darauf konzentrieren, da ich Fliegen einfach hasse.
Ich weiß nicht woher es kommt. In meinen Traumwelten befinde ich mich gern in einem Flugzeug, aber in der realen Welt bin ich kurz vorm Durchdrehen, sobald wenn ich einen Stahlvogel sehe.

Heute, am 27., ist also mein Ankunftstag. Ich bin ausgelaugt gewesen und bin es eigentlich momentan, während ich dies hier schreibe, immer noch. Ich hatte zu viel Input und dann dieser grässliche Flug. Vor ungefähr zwei Stunden habe ich mich mit Nathan getroffen.

Unser Treffpunkt war auf einer öffentlichen Straße und da ich zu zeitig ankam, wollte ich Nathan ein Spielchen unterjubeln.

Nathan Coleman… Ich komme immer noch nicht darüber hinweg. Er ist nun Präsident von Liberty Islands.
Wie konnte ein Mann seines Kalibers an die Macht gelangen?

Gerade als ich mir darüber Gedanken machen wollte, ob er sich geändert hatte, sah ich ihn und verwarf den Gedanken ganz schnell. Immer noch die gleiche arrogante Haltung. Immer noch das gleiche Lächeln welches einen das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Ich beobachtete ihn, wie er sich mit dem Grinsen umblickte auf der leeren Straße. Obwohl es abends war, sah man keine Menschen die nach getaner Arbeit ein paar Bierchen kippen wollten oder was sie sonst so in ihrer Freizeit taten. Nebel zog sich durch die Gassen und dank der Straßenlaternen hüllte es die Stadt in ein seltsames, nahezu gespenstiges, Licht. „Hallo Arthur“, drang es durch die leeren Straßen und sofort verflüchtigte sich der Nebel. Kaum war der Nebel verschwunden, wurde die Stadt schlagartig belebt. Ohne mich zu sehen, wusste er sofort, dass ich es war.

Wir wechselten einige Worte, wie wir es immer taten: Leicht neckend und dennoch freundlich, wenn auch etwas distanzierter. Schließlich durfte ich von seinem Büro aus, noch die Skyline von Liberty Islands betrachten und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es war einfach der Wahnsinn! Kaum hatte ich sein Büro betreten, hatte ich das Gefühl zu träumen. Welche Ironie….

Man konnte von dort aus die drei Inseln betrachten die zu Liberty gehören und selbst die Brücke die nach Sandfield führte nahm ein Ende, was man sonst nie sah – wenn man dem Internet glaubte.
So eine Aussicht hatte ich lange nicht mehr gesehen. Nathan ließ mir etwas Zeit, bevor er mich in seine Angelegenheiten einführte, weswegen ich auch eigentlich hier bin. Er meinte, dass ich mich mit um seine Stadt kümmern soll. Ich war perplex, was er wohl spürte und hörte, denn ich war sprachlos. So hatte er mich noch nie erlebt.

Die Finanzen sollten kontrolliert werden und vieles mehr. Besonders das ‘vieles mehr’ bereitete mir große Sorgen…

Teil: [1] [2]

Das Tagebuch eines Traumgängers (1)

Teil: [1] [2]

– Prolog –

Alles war so vertraut. Jedes kleinste Detail dieses Zimmers war voller Liebe und Achtsamkeit eingerichtet. Ein kleiner Globus auf dem schweren Eichenschrank, dazu der mächtige Arbeitstisch der den Großteil des Raumes einnahm. Trotz das der Mensch, mit dem ich so viele Stunden meines Lebens verbrachte, ein sehr moderner Mensch war, so liebte er es dennoch in diesen doch sehr dunklen Raum zu arbeiten. „Ich kann mich hier besser konzentrieren“, sagte er einst zu mir, als ich mich wunderte warum er diese altmodischen Möbel noch behielt. Mein Chef war wirklich eine Klasse für sich. Ich liebte es, wenn er hinter seinen Aktenstapeln saß und dennoch Zeit fand um einige stichelnde Kommentare los zu werden, über die Welt und alles was ihn noch so beschäftigte. Nicht das er griesgrämig war, aber ich glaube er hatte einfach zu viele Stunden allein verbracht und somit konnte er sich zu häufig Gedanken machen.

Nun war sein Stuhl leer. Die Zeiten waren vorbei. Wir haben uns gestritten, wir haben uns vertragen und hatten viel Spaß miteinander. Er war für mich wie der Iron Man für Pepper Potts. Ich habe wirklich alles getan, wenn er mich nur darum gebeten hatte und er hatte eine Art seine Dankbarkeit zu zeigen die mir noch immer beim bloßen Gedanke eine Gänsehaut auf die Haut zaubert. Dieses charmante Lächeln welches Grübchen in seinen Wangen hinterließ war einfach atemberaubend. Ja, wenn man das hört, könnte man meinen, dass ich in meinen Chef verliebt war.

Langsam schritt ich durch sein Büro um noch einmal all die Details anzuschauen die sich hier verbargen, denen ich bis langen nie Beachtung gegeben habe. Zärtlich strichen meine schlanken Finger über das Highboard, bevor ich um sein Schreibtisch herum ging. Meine Augen fixierten einen bestimmten Punkt auf den Schreibtisch. Da lag ein kleines schwarzes und sehr unauffälliges Büchlein. Vorsichtig, als könnte ich jemand stören, ließ ich mich auf den Chefsessel nieder und schlug nach kurzen Überlegen das Büchlein auf. Ein Lächeln, was sich fast schon ungewohnt anfühlte nach all den Tagen ohne einen freudigen Moment, breitete sich auf meinen Lippen aus. Ich erkannte sofort die schöne Schrift von meinem Chef. Er verschnörkelte gern den ersten Buchstaben und es sah fast schon wie ein Kunstwerk aus, es war einfach harmonisch und somit schön, trotz dass kein Buchstabe den anderen glich. Flink huschten meine Augen über das Papier und ich sog förmlich die Worte in mir auf. In meinem Kopf hörte ich seine Stimme in all seinen Facetten.

Stundenlang saß ich hier und es gab keine Welt mehr außer dieses kleine Buch. Ich lachte und war ernst, doch die letzte Seiten ließ Tränen in meine Augen aufsteigen…

Teil: [1] [2]

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – 2. Blogeintrag

Ich habe viele Seiten von Das Schicksal ist ein mieser Verräter gespeichert, aber es waren jetzt keine kurzen Textpassagen, die man einfach hinausgreifen konnte. Es waren ganze Seiten die einfach unfassbar lustig waren. Doch es gab eine Stelle, die mich wohl am meisten berührt hatte: (ACHTUNG SPOILER!)

Mehr lesen

[Gelesen] Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Vor einiger Zeit kam im Fernsehen der Film “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” und ich wusste, dass es davon ein Buch gab. Somit entschloss ich mich, nicht den Film anzuschauen sondern erst das Buch zu lesen. Ich habe es wieder bei der Stadtbibliothek Chemnitz als eBook ausgeliehen und muss sagen: Ich würde es auch kaufen! Es wird auf meiner (ewiglangen) Liste landen und irgendwann ein Platz in meinem Bücherregal finden.

Klappentext

Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen. Was hier beginnt, ist eine der ergreifendsten und schönsten Liebesgeschichten der Literatur.

Handlung & Fazit

Und genau so war es! Ich war so dermaßen mitgerissen wie Hazel und Augustus miteinander umgingen. Hazel, die unheilbare Krebspatientin, und Augustus, der geheilte aber dadurch einbeinige ehemalige Krebspatient. Sie reden nicht wie Teenies, aber genau das macht sie besonders. Sie (und ihre Eltern auch)  wissen dies auch. Unverwechselbar, einmalig… toll!

Ja! Ich könnte einfach nur in höchsten Tönen loben, aber es gefiel mir einfach so unfassbar sehr, auch wenn ich oft ein beklemmendes Gefühl spürte, aber vielleicht auch genau deswegen. Es lullte mich einfach komplett ein und zog mich mit. Etwas, was ich lange nicht mehr erlebt habe.
Morgen kommt dann wie bei Love Letters to the Dead noch ein zusätzlicher Post, aber diesmal nur mit einer Textpassage.