Die mysteriöse Katze (2)

[The Walking Dead Fanfiktion]

Kurz bevor die Blonde fliehen konnte, hatte Daryl sie gepackt und an sich gezogen. Keine Sekunde später löste sich ein Schuss.
Sofort wand sich die junge Frau und schaute hinter sich.
Ein menschlicher Körper fiel zu Boden. Dessen rechter Arm fehlte bereits und an einigen Stellen wirkte er angeknabbert. Dazu zierte jetzt noch ein großes Loch sein Kopf.
Ein perfekter Schuss ins Gehirn, anders konnte man diese Beißer sowieso nicht ausschalten.

„Wir müssen weg“, sagte sie knapp, stand auf und hielt ihm eine Hand hin. Widerwillig nahm er das Angebot an und ließ sich hochziehen. Ein kurzes Lächeln umspielte seine Lippen, als Daryl auffiel wie klein und zierlich eigentlich die Person war, die mit einer derartigen Kraft ihn hinaufzog. Erstaunlich.

„Komm“, forderte sie ihn auf und lief los.
„Meine Armbrust“, warf Daryl ein und schaute sich um. Er würde nicht ohne seine Armbrust gehen. Gemeinsam machten sie sich auf die Suche. Er nahm ein Stock und durchstocherte das Wasser. Immer wieder wanderten ihre Blicke zur gegenüberliegenden Uferseite. Sein Brüllen und der Schuss würden sicherlich einige Beißer anziehen. Sie mussten sich beeilen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit spürte er etwas Hartes unter seinem Stock und griff ins Wasser. Jede seiner Bewegungen war mit großen Schmerzen verbunden, aber zumindest blutete es nicht mehr so stark.
„Hast du sie?“ fragte die Blonde und als Beweis zog er seine Armbrust aus dem Wasser.

Gemeinsam gingen sie zu dem Abhang, an dem er hinabstürzte. An den Spuren konnte er erkennen, dass sie ebenso den Weg nahm, aber bestimmt eleganter. Gegenseitig helfend kletterten sie hinauf und setzten sich erschöpft ins Laub. Eine Handvoll Beißer hatten sich im Wasser versammelt.

„Komm, wir müssen weiter“, fordert sie Daryl wieder auf und er nickte. Sie hatte Recht. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie ebenso versuchten den Berg hinauf zu klettern.
Vorsichtig schob sich die junge Frau unter seinen Arm und stützte ihn. Sie kamen so nicht schnell voran, aber zumindest mit sicherem Schritt.

„Warum hilfst du mir?“, fragte er nach.
„Sollte ich dich da unten liegen lassen?“ kam die Gegenfrage.
„Ich hätte es getan“, sagte Daryl ehrlich. Er schaute die Frau von der Seite an, wie sie konzentriert auf den Weg starrte.
„Ich hätte keine Sekunde gezögert und wäre einfach weiter gegangen“, fügte er hinzu, als von ihr keine Reaktion kam.
„Ich weiß“, sprach sie gleichgültig. „Ich habe dir Gründe gegeben, aber wenn jemand aus deiner Gruppe dort gelegen hätte, hättest du auch kein Moment gezögert.“
„Warum läufst du allein durch den Wald?“ fragte Daryl um das Thema zu ändern. Er fühlte sich schuldig für etwas, was er nicht einmal getan hatte.
„Warum reitest du allein durch den Wald?“ kam prompt wieder eine Gegenfrage. Offenbar wollte sie ihm keine Antwort geben.
„Ich suche ein Mädchen. Sie ist verschwunden.“
„Die kleine Blonde?“
„Ja, genau. Sophia. Wir waren auf dem Highway und als eine Welle Beißer vorbeizog, wurde sie entdeckt und ist in den Wald gerannt. Rick wollte sie retten, aber hat sie bei dem Versuch verloren.“
Warum erzählte er ihr gerade alles? Hatte er die leise Hoffnung, dass sie wusste wo das Mädchen ist? Doch es gab wieder keine Reaktion von ihr.

„Warum bist du nun allein unterwegs?“ Er wollte nicht locker lassen. Vielleicht hatte sie doch noch Informationen die nützlich waren. Er wollte Sophia unbedingt finden. Ein stechender Schmerz durchjagte seine Seite und sofort musste er stehen bleiben. Seine Retterin griff sofort fester zu und hielt ihn. Daryl gab sich ein Moment der Schwäche hin und legte sein Kopf auf ihre Schulter. Einfach etwas durchatmen und dann würde es schon wieder gehen, redete er sich gedanklich gut zu. In seiner Gedankenwelt hörte er immer weiter seinen Bruder wettern. Noch mehr, da er sich von einer kleinen Frau helfen ließ.

„Ich halte nicht viel von Menschen“, fing sie an mit erzählen, „Ich denke, umso größer die Gruppe ist umso größer sind die Probleme.“
„Und dennoch hilfst du mir“, sagte er und schaute ihr ins Gesicht. Sie lächelte ihn an. Ihm tat es gut, dass sie erzählte, während er sich ausruhte.
„Weiter?“
Während sie gemeinsam weiter liefen, sprachen sie kein Wort mehr. Es war für Daryl schon anstrengend genug zu laufen und er wollte nicht noch einmal den stechenden Schmerz in der Seite. Am Waldesrand blieben sie stehen. Er schaute sie irritiert an, da er eigentlich einfach weiter laufen wollte.
„Kommst du nicht mit?“ fragte er nach und sie schüttelte den Kopf. Langsam löste sie sich von ihm.
„Ich lass dich jetzt allein.“
„Du kannst wirklich mitkommen. Die anderen hätten bestimmt nichts dagegen“, versuchte Daryl sie zu überzeugen.
„Nein. Du schaffst das letzte Stück schon.“
Für einen kurzen Moment überlegte er und umarmte sie. Das mindeste was er in diesem Moment tun konnte. Etwas unbeholfen legte sie eine Hand auf sein Rücken und allgemein wirkte sie recht steif.
„Verrätst du mir deinen Namen?“ Er gab ihr ihre Waffe wieder, die er noch immer hatte.
„Ich wüsste nicht wozu das gut sei.“ Sie war wirklich ein Rätsel für sich. Einerseits war sie so menschensgut und hatte ihn gerettet und im nächsten Moment so distanziert.
„Falls ich dich noch einmal brauche?“
„Lass dir das ja nicht zur Gewohnheit werden!“ Ganz ernst nahm sie ihn aber nicht, da sie lächelte. Nach einigen Metern drehte sie sich noch einmal um und sagte: „Kat.“
„Danke, Kat. Danke für alles“, sagte Daryl und humpelte zu der Gruppe zurück, von der er heute früh losgezogen war.

Die mysteriöse Katze (1)

[The Walking Dead Fanfiktion]

Stimmengewirr hallte in dem Kopf des Mannes wieder, der halb auf einem Felsen und halb im Wasser lag. Immer wieder hörte er die Worte seines Bruders, der ihn beleidigte, weil er wie eine Pussy hier herumlag. Ließ sich einfach so hängen, lag bewusstlos herum und machte keine Anstalten wach zu werden.
Immer wieder ließ er sich beschimpfen, bewegte sich aber weiterhin kein Stück, als hätten die Worte des Mannes überhaupt keine Bedeutung. Er musste sich anhören, dass es gar nicht die Erziehung seines Bruders sei, wie er sich in diesem Moment verhält. Gedanklich fragte er sich plötzlich, welche Erziehung sein Bruder Merle meint. Er war nie da, hat ihn mit seinem Vater alleine gelassen, als er ihn mehr denn je brauchte.
Langsam kochte Wut in ihm auf. Natürlich liebte er seinen Bruder – es war halt sein Bruder, aber die Äußerungen machten ihn dennoch rasend vor Wut.

Plötzlich riss er die Augen auf und wollte seine Wut hinausschreien oder den Schreck, dass da jemand über ihn hockte. So schnell konnte er all seine Gedanken gar nicht zuordnen.
Alles tobte in ihm.
Sein Herz raste.

Die erste Vermutung lag nahe, dass es einer jener Beißer war.
Die toten Menschen die wieder auferstanden sind und nun nach Blut und frischem Fleisch trachten. Am liebsten natürlich Menschenfleisch, wodurch nur noch mehr Menschen zu jenen Beißern wurden. Beißer war eigentlich nur der nette Ausdruck für Zombies. Mittlerweile hatte er schon einige Bezeichnungen gehört. Beißer, Matschbirnen, kranke Menschen und doch hatte kaum jemand es fertig gebracht sie Zombies zu nennen.

Der Gedanke, dass die Person über ihm ein Beißer war, wurde sofort wiederlegt. Die warme Hand auf seinem Mund, damit er nicht losbrüllen konnte, war eindeutig die Hand einer lebenden Person.

„Sei bitte ruhig, Daryl“, erklang die sanfte, beruhigende Frauenstimme und schon wurde die Hand wieder weggenommen. Endlich klarte auch die Umgebung um den Mann auf.
Ihm wurde bewusst was geschehen war: Vor wenigen Minuten – er hoffte zumindest, dass es nur wenige Minuten waren – wurde er vom Pferd geschleudert und fiel diesen Abhang hinunter. Da er wie immer mit seiner Armbrust unterwegs war, geschah das Unglück und er stieß sich ein Pfeil in die Seite.
Diese Tatsache wurde ihm gerade umso schmerzlicher bewusst.

Die Frau beugte sich über ihn und musterte seine Kopfverletzung. Ihre Berührungen waren sehr vorsichtig, beinah zärtlich.
Sie kannte seinen Namen? Wie gebannt starrte er die Frau an und versuchte ihr Gesicht zuzuordnen. Diese warmen rehbraunen Augen, die blondgefärbten Haare die unter dem Basecap hervorblitzten und diese nahezu perfekte Haut. Ein Engel, könnte man fast meinen…

Engelsgleiche Erscheinung…

Ihm kam es bekannt vor. Wie vom Schlag getroffen, wurde ihm bewusst woher er diese Frau kannte. Sofort verfinsterte sich sein Blick.

„Deine Verletzung am Kopf ist nur eine kleine Platzwunde, aber deine Seite macht mir mehr Sorgen“, sprach sie weiter mit ihrer sanften, harmonischen Stimme. Eigentlich war ihre Stimme zu tief für sie, sie wirkte somit älter, als ihr Äußeres zeigte.
Daryl versuchte aufzustehen, von ihr weg, aber der Schmerz zwang ihn sofort wieder auf den Felsen.
„Zieh ihn einfach raus“, knurrte er. Sofort wanderten ihre braunen Augen zu seinem Gesicht, als würde sie schauen ob er es ernst meint.
Seine braunen Haare klebten ihn durch Schweiß, Blut und Wasser in der Stirn, die Augen waren zu schmalen Schlitzen zusammengepresst und allgemein hatte er sicherlich schon bessere Tage erlebt.
Der Abhang hatte seine Spuren hinterlassen: Überall Kratzer und Schlamm.

Die Blonde hockte sich auf seine Oberschenkel und griff nach dem abgebrochenen Pfeil.
„Oh Gott, ich kann sowas nicht…“, sagte sie. Es widerstrebte ihr in jeder Faser, einem wehrlosen Menschen noch mehr weh zu tun.

„TU ES!“, schrie Daryl sie an. In dem Moment wo er sie anbrüllte, zog sie mit aller Kraft und hatte den Pfeil in der Hand. Sofort krümmte er sich unter ihr und hatte seine Finger unbewusst an ihre Beine gekrallt.
Dem Verletzten wurde vor Schmerzen schwarz vor Augen und sein Kopf senkte sich wieder auf den nassen Felsen.

Das Blut breitete sich rasant unter ihm aus. Unbeirrt von ihm, drückte sie sofort eine Hand auf die Wunde und kramte in ihrem Rucksack nach Verbandsmaterial, aber fand nichts Passendes. Ungeschickt zupfte sie an ihrer dünnen Jacke und zog sie aus. Mit dem Stoff zwischen den Zähnen zog sie solange mit der freien Hand an der Jacke bis sie riss.

Nur halb nahm Daryl alles wahr und doch hatte er das Gefühl, dass die ganzen Ereignisse nur in weiter Ferne geschahen. Sein Blick driftete von ihr ab, doch schließlich schaute er wieder zu ihr. Das Blau seiner Augen wurde wieder klarer und kälter.
Die Frau erwiderte sein Blick. Sie hielt inne.

Daryl bewegte sich wieder mit gewohntem Geschick und Schnelle, zog er ihre Waffe aus ihre Hose. Nun war sie die Person, die von Panik erfasst wurde. Sie wollte aufstehen, aber so schnell konnte sie gar nicht reagieren.


Ein Schuss durchhallte den Wald.

Sonntagsfüller KW Interessiertdasüberhauptnochjemand?

*Gehört* • Was so im Radio lief • In This Moment
*Gelesen* • Sorgenland
*Gesehen* • Steel Buddies • American Football
*Getan* • Geärgert
*Getrunken* • Wasser
*Gegessen* • Calzone • Leckeres Weihnachtszeug von Pille
*Gedacht*
~
*Gefreut* • Leckeres Weihnachtszeug von Pille
*Gewünscht* • Ach, eigentlich immer das gleiche…³
*Geärgert* • Über den Feinsinn von Rini, wenn ihre Mama kurz davor ist, etwas zu machen was ihr Spaß macht
*Gekauft* • Ein Kleid
*Gezockt* • Shakes & Fidget • Fallout Shelter

Nicht mehr lange und das Jahr ist vorüber! Wie die Zeit vergeht…

Viel zu berichten habe ich nicht, darum schreibe ich mal über ein paar Neuheiten auf dem Blog:
Da Pille bereits zwei Rezepte online gestellt hat, habe ich eine Übersichtsliste angelegt >>Rezepte<<. Nächstes Jahr soll da einiges reinkommen, aber dazu im nächsten Jahr genaueres.
Dazu habe ich meine Projekte-Seite auch wieder auf den neusten Stand gebracht. Was Bücher angeht, was Aufgaben von meiner “Niemals endenden Liste” angeht und bei meinen Geschichten die ich hier veröffentlicht habe. Ja, keine Sorge, da kommt auch bald mehr!

Apropos Geschichten: Auf fanfiktion.de habe ich mein The Walking Dead-Fanfiktion online gestellt. Bis jetzt sind es nur zwei Kapitel, aber es wird mehr… Soll ich ihn auch hier online stellen?

Einige Sachen werde ich noch bearbeiten, damit es etwas runder wirkt, aber offenbar kommt die Geschichte gar nicht so schlecht an. Bin gespannt was da noch wird. Wer zumindest mal reinschauen möchte >>Die mysteriöse Katze<<.

Ansonsten noch ein paar Worte zu meinen Alltag: Es ist weitesgehend öde! Ich habe natürlich noch viel, viel zu viel, zutun aber manchmal möchte man doch etwas Ruhe. Aber ich habe zumindest 3 Leute in dieser Woche, sogar dieses Wochenende, glücklich gemacht!

Die Autorin von Sorgenland. Ich habe ihr eine private Nachricht im Facebook geschrieben, nach dem ich ihr Buch durchgelesen habe. Ein Zombiebuch! Ich bin etwas Zombieverwöhnt, aber gut war es dennoch. Dann habe ich mich bei fanfiktion.de als Beta-Leser beworben und die Autorin von einem Harry Potter-Fanfiktion hat sich sehr gefreut, dass ich mich beworben habe. Ich freue mich auch, dass ich was lesen darf, was sonst noch niemand gelesen hat (oder kaum jemand ^^) und heute früh habe ich einer Frau den Weg zum Bäcker gezeigt. Alles nur kleine Dinge, aber auch kleine Dinge können große Wirkung zeigen :)

Aufgrund der Hilfsbereitschaft meinerseits, darf ich mich die nächste Woche mal ausruhen und unfreundlich sein! ;)

 

Zombieapokalypse

“Ganz schön viel Chaos!”, rief ein Autofahrer von der Gegenfahrbahn durch unser offenes Fenster.
“Ja, alle verrückt”, antwortet mein Freund, der hinter dem Lenkrad sitzt. Rini und ich sitzen auf der Rückbank und beobachten das Spektakel um uns herum.
“Man möchte nicht der Bombenfinder sein”, sagt der Mann.
“Ja”, sagen darul und ich aus einem Munde und lachten.
“Glaubt es mir! Ich habe sie schließlich gefunden.” Wir waren sprachlos. “Ja, wirklich!”, beteuerte der Mann.

 

Doch wollen wir von vorn anfangen:

Ich liebe Zombies und erst recht Zombieapokalypsen. Bereits lange vor Walking Dead faszinierte mich dieses Thema. Ich glaube spätestens nach 28 Days Later war diese Faszination da und viele können nur den Kopf schütteln. Es verhält sich ähnlich, wie meine Verrücktheit zu Katzen. Umso älter ich werde, umso schlimmer wird es!

Manchmal frage ich mich, wie es wohl sein würde, wenn so eine Katastrophe über Chemnitz heimfallen würde. Wie lange würden wir überleben? Würden wir plündern (hoffentlich!)? Wie lange würden unsere Vorräte reichen?

Am Dienstag, den 25.1o.2o16, trat eine andere Ausnahmesituation ein: Meine Kollegin berichtet von ihrem Freund, der erzählte, dass eine Fliegerbombe in Chemnitz gefunden wurde. Sofort wurde wild drauflos gegoogelt und der Ticker der Freien Presse verfolgt. Immer wieder aktualisierten wir ihn um auf dem laufenden zu bleiben.

Hier der Ticker!

Wenn jemand etwas über den Ablauf wissen möchte, so kann er gern da nachlesen. Vieles war zum Kopf schütteln, erst recht wenn man mittendrin war. Als ich zumindest gehört habe, dass 15:30 Uhr die Evakuierung beginnen soll, bin ich vorzeitig von der Arbeit aufgebrochen. Gerüchte zufolge sollte es eine Splitterbombe sein und der Radius wurde von 500 Meter auf 1000 Meter erweitert. Bei 500 Meter wäre es nur die Kita gewesen, aber nicht unser Wohnhaus.

Zuhause angekommen, wurden die Taschen gepackt für den Ernstfall. Die meiste Information ging über Internet. Twitter um genau zu sein. Dementsprechend wussten es gar nicht soviele. Bestimmt war vieles “Buschfunk” gewesen. Kollegen, Familie, Freunde die einen auf den laufenden hielten, aber genügend standen vor einer Absperrung.

Dann wurde es ernst: Alle sollen im Sperrgebiet die Wohnungen verlassen. Licht sei auszuschalten, damit die Polizei sehen kann ob das Haus wirklich leer ist. Wir setzten uns ins Auto und fuhren Richtung Mittweida zu meinen Schwiegereltern in spe. Es dauerte ewig! Viele Menschen versuchten in die Stadt zu gelangen und hielten somit den Verkehr auf, der hinaus wollte. Sie ignorierten Straßensperren. Stritten sich mit Polizisten herum.
Da sperrte die Polizei die Linksabbiegerspur ab und was machen die Leute? Fahren auf der Rechtsabbiegerspur und biegen dann einfach links ab. Direkt auf die Polizei zu und blockieren somit die Kreuzung, weil sie nicht verstehen wollen, dass sie nicht in die Stadt dürfen. Wer den Ticker nicht gelesen hat: Eine Beamtin wurde sogar verletzt, weil sich jemand geweigert hat zu gehen. Unfassbar!

Bereits bei der ersten Straßensperre standen wir eine Weile und ein Polizist deutete uns an, wir sollen das Fenster herunter machen. Aber er sagte uns nichts Wichtiges. Er beklagte sich nur wie schlecht alles organisiert wurde und das es kein Wunder ist, wenn so ein Chaos entsteht. Wir konnten weiter fahren, nach dem er von einer Beamtin gerufen wurde, weil sie nicht allein 4 Straßen überblicken kann.

Ein paar Meter weiter standen wir wieder da und unser Fenster war noch unten. Deswegen entstand das Gespräch mit dem ich diesen Blogeintrag begonnen habe. Der Bauarbeiter hatte einen guten Tag. Ich würde sogar Glückstag nennen. Die Bombe hätte genauso gut hochgehen können.

Wir haben zumindest einen ruhigen Abend bei den Schwiegereltern verbracht und am nächsten Tag konnten wir wieder nach Chemnitz zurückkehren. Rini in die Kita, ich auf Arbeit und darul verbrachte den Tag krank zuhause. Alles war wieder beim Alten:

Die Normalität war zurück, als wäre sie nie weggewesen.

 

P.S.: Mit Zombies wäre es also total verrückt!